EmotionaLEs saisonfinaLE mit gutEm ausgang AB SEITE 06 TITElThEmA #12 junI 2026 | SAISon 2025/2026KlEEBlATT-mAgAzIn #12 | 10.06.2026 02 der eine oder andere mag sich vielleicht gewun- dert haben, dass er sein Kleeblatt magazin nicht wie üblich am ersten mittwoch des monats lesen konn- te: Aber, verständlicherweise, konnten und wollten wir nicht am Tag nach dem Relegationsrückspiel er- scheinen. Schließlich galt es ja, das Ende der Saison abzuwarten, um es noch angemessen in der letzten Ausgabe dieser Saison zu betrachten. und, nachdem es gut ausgegangen ist, auch mal einen Tag durch- zuatmen. uns allen, ob Fans, Spieler, Trainer, mitarbeiter, Verantwortliche, sind natürlich einige Steine vom herzen gefallen. Die Prophezeiung „unser Kleeblatt, das wird niemals untergeh´n!“, hat sich erfüllt. Auf den letzten metern der Saison, mit, wenn man so will, einer punktgenauen landung. 3:0 gegen Düs- seldorf, 2:0 gegen Essen – die beiden Spiele werden in der Chronik des Kleeblatts stets an herausgeho- bener Stelle erwähnt werden. Ich persönlich freue mich besonders, im letzten Kleeblatt magazin, das ich verantworte, nicht über einen Abstieg in die Dritte liga schreiben zu müssen. Ich wollte mich ja mit einigen persönlichen Worten an dieser Stelle von den lesern verabschieden, und das in einer gelösten Stimmung. Das darf ich nun glücklicherweise tun. Also: lie- be Fans, herzlichen Dank dafür, dass ihr die vielen jahre hindurch treue leser gewesen seid, hier im magazin, früher in der Stadionzeitung, aber auch auf der Website und wo auch immer die Texte rund ums Kleeblatt erschienen sind. Ich werde mich selbstredend nicht komplett verabschieden. Den einen oder anderen Spielbe- richt und andere Stories werde ich weiterhin ver- fassen, das Archiv genau wie die Vereinszeitschrift Kleebläddla weiterhin betreuen. und geschichten aus der geschichte unseres Kleeblatts beisteuern. In diesem zusammenhang: Vielen Dank an die lieben Kolleginnen und Kollegen, die mich mit der Idee zu dem „Spielerportrait“ überrascht haben. So wurde ich für diese Rubrik mal selbst interviewt - eine sehr nette geste, die ich überaus zu schätzen weiß. Die abgelaufene Saison hat uns alle viele nerven gekostet. nun wartet erneut harte Arbeit. Ich bin aber überzeugt, dass unser neuer Sportgeschäftsführer Daniel meyer im zusammenspiel mit Cheftrainer hei- ko Vogel und seinem Team einen Kader zusammen- stellen wird, der uns in der neuen Spielzeit wieder vermehrt über Kleeblattsiege jubeln lassen wird. Denn, so war es in den letzten jahrzehnten stets: Sportliche Stabilität ist die Basis dafür, dass sich unser Kleeblatt auch auf allen anderen Ebenen gut entwickeln kann. liebe Kleeblatt-Fans, erholt auch in der spielfrei- en zeit, schaut, wenn ihr euch die nächte um die oh- ren schlagen wollt, ein bisschen Wm und seid alle wieder zur Stelle in der neuen Spielzeit, die vom 7. bis zum 9. August beginnt. Ich werde garantiert da- bei sein. Wir sehen uns im Ronhof. Euer LiEBE KLEEBLatt-fans, VoRWoRT Jürgen Schmidt Archivar und Vorsitzender des EhrenratesI. K. Hofmann GmbH Hauptverwaltung Lina-Ammon-Straße 19 90471 Nürnberg 0911 989930 info@hofmann.info hofmann.info Seit vierzig Jahren setzen Tausende Unternehmen bei der Personalsuche auf Hofmann Personal – und über 500.000 Menschen haben mit uns eine neue Perspek- tive gefunden. Weil wir uns kümmern, weil wir fördern, weil wir sie begleiten. Und genau das spüren unsere Kunden: Wer sich bei uns wertgeschätzt fühlt, gibt im Einsatzunternehmen einfach sein Bestes. Warum? Das erzählen unsere Mitarbeiter selbst – scannen Sie den Code! Lassen Sie uns zeigen, was möglich ist – für das wichtigste Personal: Ihres! Heute: Weil wir Menschen stark machen. 40 Gründe für 40 Jahre Erfolg. Unsere Coffee-Talks Vanessa One of us HAUPTSPONSOR DER SPVGG GREUTHER FÜRTH 02 Vorwort 06 Titelthema: Punktlandungen am Saisonende 12 Im Portrait: jürgen Schmidt 18 Erfolgreiche Saison für die Kleeblatt-Frauen 20 Serie zur Dm 1929, Teil 11: Krönung im Finale 22 Kleeblatt fürs leben: zusammenarbeit mit lBV 26 Sportheim: Aktuelle Öffnungszeiten 28 Bild des monats: Branimir hrgota wird gefeiert 30 Kleeblatt Akademie by infra fürth: Reise zu man City 34 Karte der 2. Bundesliga mit Ergebnissen 35 Der aktuelle Kleeblatt-Kalender 04 KlEEblAtt-MAgAzin-iMprESSuM herausgeber: SPVgg gREuThER FüRTh gmbh & Co. KgaA, Kronacher Str. 154, 90765 Fürth. Redaktion und layout: jürgen Schmidt (js, ltg.), Daniela Balda (dba), Immanuel Kästlen (ik), Antonia Karl (ak), lea Kestel (lk), magnus Rötzer (mer), jaqueline Schüler (jas), giulia Fahrnholz (gf). Fotos: Sportfoto zink, außer wenn anders angegeben. Anzeigen: Timo Schiller, geschäftsleiter marketing, Tel.: 0911 97 67 68 - 201. namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die meinung des heraus gebers wieder. nachdruck oder anderweitige Verwendung von Beiträgen des Klee blatt magazins nur mit genehmigung des herausgebers. Keine haftung für unaufgefordert eingesandte manu- skripte oder Bilder. InhAlTTITElThEmA PunKtLandungEn am EndE EinEr schwiErigEn saison Die Spielvereinigung erreichte gegen Düsseldorf die Relegation und erhielt durch einen Sieg im abschließenden Spiel gegen Rot-Weiss Essen die zweite Bundesliga. TITElThEmA 06 KlEEBlATT-mAgAzIn #07 | 05.01.2022KlEEBlATT-mAgAzIn #12 | 10.06.2026 noch knapp drei minuten: Die Anzeigetafel im Ronhof kurz vor dem Ende des Relegationsspiels gegen Rot-Weiss Essen. Will man die letzten monate rund um das Kleeblatt und den Ausgang der Relegation Revue passieren lassen, dann reicht es vielleicht, sich die Pressekonferenz nach dem Rückspiel ge- gen RW Essen zu vergegenwärtigen. Trainer heiko Vogel saß neben seinem Kollegen uwe Koschinat, und enthielt sich jegli- chen Triumphgeheuls. „Pech und glück liegen im Fußball zen- timeterweise auseinander“, so der bei aller glückseligkeit vor allem erschöpfte und erleichterte Vogel. „Es gab auch Chancen für Essen. Wir haben die Chancen, die wir hatten, dann genutzt. Für die Essener, die es bravourös und beeindruckend gemacht KlEEBlATT-mAgAzIn #12 | 10.06.2026 haben, ist es ein hässliches Bild. umso stolzer bin ich auf meine mannschaft, dass sie diese Aufgabe auch mit einem Quäntchen glück geschafft hat.“ genauso ist es am Ende auch: Viel Einsatz, stabile nerven, aber auch das angesprochene Quäntchen glück: Es passte alles zusammen in den letzten drei Spielen. SchluSSAKKordE AlS SpiEgElbild Dabei waren die Schlussakkorde der Spielzeit mit ihrem Auf und Ab ein Spiegelbild der gesamten Serie: Das Derby am 32. Spieltag bot eine tolle erste hälfte des Kleeblatts mit dem 1:0 durch noel Futkeu, aber auch den unerwarteten und zu diesem zeitpunkt unverdienten Ausgleich in der nachspielzeit der ers- ten hälfte. In der zweiten halbzeit waren die nürnberger nahe am Sieg – die Ronhofer retteten das 1:1-Remis mit mühe. man blieb trotz des Punktes auf Rang 17, zwar punktgleich mit Düsseldorf und Braunschweig (je 34 Punkte), aber dem schlechteren Torverhältnis. Am vorletzten Spieltag ging es zu hertha BSC. Trotz langer überzahl, ständiger überlegenheit und unzähliger Chancen gewannen die Berliner 2:1. Da Braun- schweig (2:1 gegen Dresden) und Fortuna (3:1 gegen Elvers- berg) gewonnen hatten, blieb das Kleeblatt auf dem vorletzten Rang hängen. So war vor dem letzten Spieltag 2025/26 klar: Selbst ein Sieg würde nur helfen, wenn Bielefeld zu hause gegen hertha unterliegen oder Braunschweig in Schalke sehr hoch verlieren würde. Außer der Sieg würde mit mindestens drei Toren Diffe- renz erreicht werden, dann hätte man zumindest die Düsseldor- fer überholt und die Relegation erreicht. noel Futkeu strahlt nach dem 2:0 gegen Essen: Er freut sich über den Klassenverbleib und auch seinen eigenen Titel als Torschützenkönig der zweiten Bundesliga. – unten: heiko Vogel jubelt in den Sekunden nach dem Schlusspfiff des zweiten Relegationsspiels. 08 Wie dem auch sei: Es ging nach Essen, wo das hinspiel 0:1 verloren wurde. Die ersten 60 minuten war das Kleeblatt bes- ser, doch nach dem überraschenden Führungstreffer von Tor- ben müsel per direkt verwandeltem Freistoß schnupperten die Westdeutschen mehrfach am zweiten Tor. Im Rückspiel ging es mit großer Intensität ans Werk. noel Futkeu, der gebürtige Essener, schoss das Kleeblatt in der 29. minute nach Vorarbeit von Felix Klaus in Führung. Branimir hr- gotas Schrägschuss in der 47. minute zum 2:0 war schon der entscheidende Treffer. Der scheidende Kapitän hatte sich das wichtigste Tor seiner Fürther zeit ausgerechnet für das letzte Spiel aufgehoben. Am Ende gab es noch einige bange minuten und Chancen der gäste zu überstehen, bevor der in diesem Spiel insgesamt gut agierende Schiedsrichter Robert Schröder aus hannover in der 99. minute endlich abpfiff. Die sehr komplizierte Spielzeit 2025/26 hatte endlich ein gutes Ende gefunden. noEl FutKEu torSchützEnKönig Was bleibt hängen von dieser Saison? Ein bisschen unter- gegangen ist die Tatsache, dass das Kleeblatt nach Christian Eigler (2005/2006, 18 Treffer) wieder einmal den Torschüt- zenkönig von liga zwei stellen konnte: noel Futkeu traf insge- samt 19 mal, vier mal davon vom Elfmeterpunkt. Der Angreifer setzte sich auch in der Scorerliste durch, wo er mit 25 Punkten (19 Tore, sechs Vorlagen) den Karlsruher marvin Wanitzek (24) knapp distanzieren konnte. mit Branimir hrgota verabschiedet sich einer der prägends- ten Spieler der letzten jahrzehnte (siehe auch Bild des monats dieser Ausgabe), mit julian green verlässt ein weiterer verdien- ter Profi das Kleeblatt. Ansonsten werden die meisten Kleeblatt-Fans lieber in die zukunft schauen. Das Schöne am Fußball ist ja, dass es nach dem letzten Abpfiff der Saison wieder von null losgeht. Es war- tet ein haufen Arbeit, aber glücklicherweise auf der Ebene der zweiten Bundesliga. Deshalb ist das Schlusswort dem neuen Sportgeschäftsführer Daniel meyer vorbehalten: „Erstmal geht’s drum, die wichtigsten Themen anzugehen, um einfach zu ga- rantieren, nächstes jahr eine stabilere Saison zu spielen. Wir brauchen jetzt eine stabile Basis, um gut in die Vorbereitung zu starten.“ js und so kam es. Schalke gewann nur 1:0, die Arminia schoss hertha ab (6:1) – und das Kleeblatt stürzte Düsseldorf mit einem passgenauen 3:0 in die 3. liga. Felix Klaus, noel Futkeu und ein Eigentor von Egouli führten zum Erfolg und der Relegation ge- gen Rot-Weiss Essen. So musste das Kleeblatt mit 37 Punkten zu den Entscheidungsspielen antreten. Eine Punktzahl, die in den vergangenen jahren stets zum direkten Klassenverbleib gereicht hätte. 2019/20 hatte letztmals ein Verein (damals der Club) mit 37 Punkten in die Relegation gemusst. noch eine Anzeigetafel mit passgenauem Endstand. – unten: julian green verlässt das Kleeblatt am Ende der Spielzeit mit Ablauf seines Vertrages.Next >