ganz neue perspektiven rund um den inklusions- spieltag AB SEITE 06 TITElThEmA #11 mAI 2026 | SAISon 2025/2026KlEEBlATT-mAgAzIn #11 | 06.05.2026 02 sehr gerne hätten wir Euch am letzten Spieltag den Derbysieg geschenkt und damit drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Dass es am Ende nicht reichte, ändert nichts an der Tatsache, dass wir gemeinsam, trotz der heraus- fordernden Ausgangssituation, gut ins Spiel gekom- men sind. Die Atmosphäre hat die mannschaft von Beginn an getragen – Euer Support war schon beim Aufwärmen spürbar und ich finde mannschaft und Fans haben die erste halbzeit sehr gut abgerissen. In der zweiten halbzeit haben wir sehr viel inves- tiert, aber haben diese Dominanz leider nicht mehr so aufs Feld bekommen. ob es ein Punktgewinn war oder zwei verlorene Punkte werden wir nach der Saison wissen. Wir sind nicht blauäugig und wis- sen genau, wie schwer die nächsten beiden Partien werden. Doch genau diese eben angesprochene ge- schlossenheit kann für alle – Fans, mitarbeiter und Spieler – der Energieimpuls sein, den wir gerade jetzt brauchen. Ich werde alles in meiner macht Stehende tun, um vor allem den Spielern dabei zu helfen, ihre best- mögliche leistung aufs Feld zu bringen. Aus vielen Jahren im Profigeschäft weiß ich: Jetzt geht es vor allem um Unterstützung. Und auch wenn viel auf dem Spiel steht, das ist uns allen bewusst, geht es auch darum, Freude am Fussball zu haben. In aller Klarheit, aber auch mit der von mir schon oft zitierten gelassenheit. Eines möchte ich an dieser Stelle noch sagen, nachdem ich meine ersten 17 Spiele als Trainer des Kleeblatts absolviert habe: Ich habe einen Verein kennengelernt, der so viel mehr zu bieten hat, als es aktuell in der öffentlichen Wahrnehmung oft rüber- kommt. natürlich steht und fällt viel mit den Ergebnissen am Wochenende, doch Fürth kann mit gutem grund auf seine Spielvereinigung stolz sein. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, diesen Stolz zu bewahren, ihn mit leben zu füllen und langfristig mit den leistun- gen auf dem Platz in Einklang zu bringen. Dabei sind wir uns im Klaren: Fußball – und insbesondere die 2. Bundesliga – lässt sich selten planen, und heraus- forderungen gehören dazu. Doch jetzt liegt unser Blick fest auf dem hier und Jetzt – auf dem, was wir tatsächlich beeinflussen können, auf dem, was kurzfristig zählt. lasst uns gemeinsam den Saisonendspurt an- gehen. Steht weiter hinter der mannschaft und lasst und gemeinsam dafür sorgen, dass unser Kleeblatt niemals untergeht! Auf geht’s Kleeblatt! Euer lieBe kleeBlatt-Fans, VorWorT Heiko Vogel CheftrainerI. K. Hofmann GmbH Hauptverwaltung Lina-Ammon-Straße 19 90471 Nürnberg 0911 989930 info@hofmann.info hofmann.info Seit vierzig Jahren lieben wir es, Menschen mit Jobs zu verbinden. Dafür setzen wir auf eines der modernsten Recruiting-Systeme am Markt: mit KI-gestützten Pro- zessen, smarten Tools und digitalen Plattformen, die Menschen erreichen – selbst die, die noch gar nicht aktiv suchen. Technik ist wichtig, doch was wirklich zählt, sind die Menschen dahinter: unsere Jobmanager. Sie sorgen mit viel Herz und Leidenschaft dafür, dass dank unserer Daten Bewerber mit den Jobs verbunden werden, die perfekt zu ihnen passen. Lassen Sie uns zeigen, was möglich ist – für das wichtigste Personal: Ihres! Heute: Die I. K. Hofmann Recruiting Technology © 40 Gründe für 40 Jahre Erfolg. Patrizia One of us HAUPTSPONSOR DER SPVGG GREUTHER FÜRTH 02 Vorwort 06 Titelthema: neue Perspektiven 12 Im Portrait: Silas Prüfrock 20 mitarbeiter-Portrait: Christian Scharf 24 Serie zur Dm 1926, 10. Teil 26 Fans, Folge 25: „Southside Fädd“ 28 Kleeblatt Fußballwelt: Praxisnahe Fortbildung mit DFB 30 Bild des monats: Krankenhausbesuche mit Spielern 32 Kleeblatt Akademie by infra fürth: Vom Talenttag ins nlz 36 Karte der 2. Bundesliga mit Ergebnissen 37 Der aktuelle Kleeblatt-Kalender 04 Kleeblatt-Magazin-iMpressuM herausgeber: SPVgg grEUThEr FürTh gmbh & Co. KgaA, Kronacher Str. 154, 90765 Fürth. redaktion und layout: Jürgen Schmidt (js, ltg.), Daniela Balda (dba), Immanuel Kästlen (ik), Antonia Karl (ak), lea Kestel (lk), magnus rötzer (mer), Jaqueline Schüler (jas), giulia Fahrnholz (gf). Fotos: Sportfoto zink, außer wenn anders angegeben. Anzeigen: Timo Schiller, geschäftsleiter marketing, Tel.: 0911 97 67 68 - 201. namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die meinung des heraus gebers wieder. nachdruck oder anderweitige Verwendung von Beiträgen des Klee blatt magazins nur mit genehmigung des herausgebers. Keine haftung für unaufgefordert eingesandte manu- skripte oder Bilder. InhAlTTITElThEmA „schichtwechsel“ Brachte viele neue perspektiven Ein Spieltag, viele rollen und neue Blickwinkel: mitarbeiter der Spielvereinigung und menschen mit Behinderung tauchten ins jeweilige Arbeitsfeld des anderen ein und wurden mit vielfältigen Eindrücken belohnt. TITElThEmA 06 KlEEBlATT-mAgAzIn #07 | 05.01.2022KlEEBlATT-mAgAzIn #11 | 06.05.2026 Insgesamt sieben Kleeblatt-mitarbeiter lernten die Arbeit in den Werkstätten und der Förderstätte der Fürther lebenshilfe kennen. Ein Arbeitstag, ein Spieltag, viele rollen und neue Blick- winkel: Beim Schichtwechsel und dem „Alle am Ball“-Spieltag tauschten mitarbeiter der Spielvereinigung und menschen mit Behinderung ihre Perspektiven. Beim heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 hieß es auch in dieser Saison wieder: „Alle am Ball“. menschen mit Behinderung übernahmen zahlreiche Auf- Foto:Jaqueline SchülerKlEEBlATT-mAgAzIn #10 | 01.04.2026 0707 gaben im Stadionbetrieb – unter anderem als Stadionsprecher, im Catering, im greenkeeping, bei der Einlaufeskorte oder in der Pressearbeit. Seit vielen Jahren entsteht der Spieltag in enger zusammenarbeit mit der lebenshilfe Fürth und ist für viele der Beteiligten längst zu einer vertrauten Erfahrung geworden. In dieser Saison wurde der Blick allerdings erstmals bewusst erweitert: Bereits in der Spieltagswoche besuchten mitarbeiter der Spielvereinigung die Dambacher Werkstätten sowie die För- derstätte an der hardhöhe, um den Arbeitsalltag der menschen kennenzulernen, die beim inklusiven Spieltag im Stadion mithel- fen. Vor ort erhielten sie Einblicke in verschiedene Tätigkeitsbe- reiche und arbeiteten selbst mit – etwa bei holzarbeiten oder beim zusammenbau von Alltagsprodukten. Wie haben die mitarbeiter der Spielvereinigung und die Kli- enten der lebenshilfe diesen Austausch empfunden? Das zeigt die folgenden Texte und Bilder. Jede Aufnahme ist mit einem persönlichen zitat verbunden, das ohne sprachliche Anpassun- gen übernommen wurde. lk Fünf der Kleeblatt-mitabeiter, die bei der lebenshilfe mit- halfen, schildern ihre Eindrücke. Statt am Schreibtisch um die merchandise-Artikel, kümmerte sich laura höfler ( 1 ) in den Werkstätten um den zusammenbau von Babyflaschen: „Der Schichtwechsel war ein spannender und wertvoller Einblick. Ich habe erlebt, wie viele unterschiedliche Alltagsprodukte dort von menschen mit Beeinträchtigung hergestellt und weiterverarbei- tet werden. Produkte, deren herkunft man im Supermarkt meist nicht wahrnimmt.“ Kleeblatt-Eventleiterin Isabella Schmidt ( 2 ) lernte, dass sie nicht nur in ihrem Job beim Kleeblatt flexibel bleiben und schnell handeln muss: „Der Schichtwechsel bei der lebenshilfe hat mir deutlich gemacht, wie herausfordernd selbst kleinste Alltags- wege werden, sobald man im rollstuhl sitzt und auf Barrieren stößt, die man vorher nie wahrgenommen hat. Diese Erfahrung hat mich gelehrt, gewohnte Dinge wieder wertzuschätzen und menschen mit Einschränkungen in der Öffentlichkeit bewusst hilfe anzubieten.“ Statt nlz-Berichterstattung und Stadionregie packte magnus rötzer ( 3 ) in der Förderstätte bei der holzverarbeitung mit an. „Dieser Vormittag war sehr bereichernd. Er hat mich ge- erdet und mir erneut vor Augen geführt, dass es oft die kleinen Dinge sind – ein lächeln, ein kurzes gespräch, ehrliche Auf- merksamkeit – die unsere Umgebung zum Positiven verändern können“, so rötzer. Fotos: lea Kestel 1 3 2KlEEBlATT-mAgAzIn #11 | 06.05.2026 08 Im gewohnten Arbeitsalltag kümmert sich laura Schlenz ( 4 ) um die Aktionen für die Kleeblatt Kids und ronhof racker. Beim Schichtwechsel half sie unter anderem beim Falten von Karto- nagen für einen Kunden: „Der Schichtwechsel in den Damba- cher Werkstätten hat mir gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben dort sind. gemeinsam anzupacken und die unterschiedlichen Tätigkeiten kennenzulernen, hat total viel Spaß gemacht!“ Christian held ( 5 ) kümmert sich beim Kleeblatt um die An- gebote in der Kleeblatt Fußballwelt. Die Begegnungen beim Schichtwechsel waren für ihn ganz besonders: „Es war beein- druckend, wie positiv und freundlich wir empfangen wurden. Die lebensfreude, die gemeinschaft und der Spaß an der Arbeit waren ansteckend.“ „alle aM ball“-spieltag Am Spieltag gegen Darmstadt waren dann die fleißigen helfer von der lebenshilfe wieder einmal im Sportpark ronhof | Thomas Sommmer mit von der Partie. Alexander Ulherr ( 6 , vorne) verkaufte am Spieltag die Produkte der Werkstätten im Sportheim. Doch auch rund um den Arbeitseinsatz erwarteten ihn einige highlights: „Ich habe mich darüber sehr gefreut, bei der Pressekonferenz dabei zu sein und die Trainer so nah zu sehen. Und ich habe zum ersten mal den oberbürgermeister von Fürth getroffen.“ Andreas hildner ( 10 ) traf bei seinem Eindsatz auf viele Klee- blatt Kicker wie raul marita (re.) und U23-Spieler Yannick Sc- holz (li.). „Im VIP-Bereich die Bändchen an die Fürther Spieler abgeben hat Spaß gemacht, im VIP sitzen und das spannen- de Spiel anschauen war super, die Aussicht war spitze. Bin im nächsten Jahr wieder dabei“, freute sich Andy. Udo Schmidt ( 8 ) fing seine Eindrücke im Video ein. Aus- schnitte davon gibt es mit einem Klick auf diese Seite. Seine highlights: „Das Foto mit noel Futkeu und dass ich filmen durfte 4 5 6 Foto: lea Kestel Foto: lea Kestel Foto: lilit zebli-AvyanNext >